Abteilungsspezifische Editionsrichtlinien

Abteilung I – STURM-Briefe

Transkription

Die Briefe (hier Synonym auch für Postkarten und Telegramme) liegen in einer diplomatischen Transkription vor, in der Interpunktion, Orthographie und Satzbau originalgetreu übernommen werden. Tilgungen werden lediglich bei erkennbar inhaltlichen Auswirkungen auf den Brieftext abgebildet. Nicht geleistet wird eine topographische Nachbildung der Briefe. Als Referenz auf die jeweiligen Poststempel, Wasserzeichen und Vordrucke – vor allem bei Feldpostkarten und Telegrammen vorhanden – sei auf die digitalen Faksimiles verwiesen. Silbentrennungen werden aufgelöst. Handschriftliche Beilagen der Briefe werden in die Transkription aufgenommen, während beispielsweise für Zeichnungen und Zeitungsausschnitte zur Rezeption auf das entsprechende Faksimile verwiesen sei.

Kommentierung

Der historisch-kritische Kommentar bemüht sich, die Briefe deskriptiv in den jeweiligen historischen Kontext zu setzen und – abhängig von editorischem Ermessen – den Text erläuternd zu begleiten. Die Erläuterung von Orten, Personen und Werken wird durch den Verweis auf entsprechende Normdatensätze im Register gewährleistet (siehe dazu in den abteilungsübergreifenden Editionsrichtlinien die Punkte „Genannte Orte“, „Genannte Personen“, „Genannte Werke“ sowie die Einführung in die Register). Explizit zuweisbare Zeitschriften(-artikel) und Buchwerke werden außerdem über den Fußnotenapparat bibliographisch erfasst.

Darstellung

Interne oder externe Verweise sind in der Edition insgesamt durch eine rote Schriftfarbe gekennzeichnet.

Der Transkription eines Briefes gehen Hinweise zum Dokumententyp (bspw. Brief, Postkarte, Telegramm) und der Archivsignatur der Quelle voraus. Außerdem ist die Navigation zurück zur chronologischen und der personenspezifischen Korrespondenz-Übersicht möglich. Über Buttons mit entsprechenden Pfeilen gelangt man im aufgerufenen Korpus voran bzw. zurück. Auf die zugrunde liegenden XML-Daten der Briefe kommt man über den „XML“-Button. Die „Metadaten“ im Metadata Enconding & Transmission Standard (METS) werden von der Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz bereitgestellt. Sie enthalten u.a. Permalinks auf die Digitalisate der einzelnen Briefseiten (in verschiedenen Formaten und Auflösungen) – die in dieser Edition in die einzelnen Datensätze der Briefe eingebunden sind. Die in der Desktop-Darstellung rechts dargestellten Faksimiles kann man durch Anklicken der einzelnen Seiten vergrößern, über den „DFG-Viewer“-Button gelangt man auf die Fakisimiles in der dortigen Ansicht.

In eckigen Klammern [ ] stehen das Absendedatum des Briefes und, falls bekannt, der Absendeort. Falls Poststempel vorhanden sind (vor allem bei Postkarten/Feldpostkarten) werden die darin vorhandenen Angaben zu Datum und Ort übernommen. Dies hat zur Folge, dass die Datierung in den eckigen Klammern von derjenigen in der nachfolgenden Transkription abweichen kann, da nicht alle Briefe direkt an ihrem Verfassungstag verschickt wurden.

Sind die Empfänger- und/oder die Absenderadresse überliefert, werden diese der inhaltlichen Transkription vorangestellt. Dabei steht die Empfängeradresse (in der Desktop-Ansicht) rechts und die Absenderadresse links.

Seitenwechsel sind durch eine Folioangabe am linken Rand (Desktop-Ansicht) bzw. innerhalb der Transkription an entsprechender Stelle (Mobile-Ansicht) gekennzeichnet. Über die Folioangaben ist es möglich, auf die entsprechenden Digitalisate in der „Digitalen Sammlung“ der Staatsbibliothek zu Berlin zu navigieren. In der Desktop-Ansicht werden die entsprechenden Seitenwechsel innerhalb des Textes, zusätzlich zur Folioangabe am Rand, durch ein "|" kenntlich gemacht.

Von der Hauptsprache des Brieftextes abweichende Worte werden kursiv dargestellt, unsichere Lesungen/Transkriptionen unterpunktet. Erwähnungen von in der STURM-Edition bereits edierten Briefen werden als Verweise zum entsprechenden Brief über eine rote Schriftfarbe kenntlich gemacht.

Die Gruß- und die Schlussformel eines Briefes sind durch Absätze vom „Haupttext“ des Briefes abgesetzt dargestellt. Die Kommentare sind bisher klassisch als Fußnotenapparat am Dokumentenende ausgewiesen.

In den Registern (bisher: Orte, Werke, Personen) verzeichnete Entitäten sind rot hervorgehoben. Über deren Anklicken gelangt man auf den entsprechenden Registereintrag. Sind Digitalisate zu Entitäten vorhanden, beispielsweise von einer genannten Ausgabe der STURM-Zeitschrift, wird darauf über einen roten Pfeil und ein rotes (i) im Text verwiesen.

Codierung korrespondenzspezifischer Metadaten

Die Metadaten eines Briefdatensatzes werden im teiHeader-Element codiert. Die abteilungsspezifischen Metadaten fügen sich in die abteilungsübergreifenden Metadaten ein.

Empfänger und Absender eines Briefes

In den Metadaten eines jeden Briefes sind die vorhandenen Absende- und Empfangsinformationen verzeichnet:

                 
<correspDesc> 
 <correspAction type="sent">
  <persName key="P.0000003" ref="http://d-nb.info/gnd/11857745X">Franz Marc</persName>
  <placeName key="O.0000048" ref="http://sws.geonames.org/2831942">Sindelsdorf</placeName>
  <date when="1914-01-19"/>
 </correspAction>
 <correspAction type="received">
  <persName key="P.0000001" ref="http://d-nb.info/gnd/118770950">Herwarth Walden</persName>
  <placeName key="O.0000002" ref="http://sws.geonames.org/2950157">Berlin</placeName>
 </correspAction>
</correspDesc>
                
                

Die Elemente persName und placeName enthalten in ihrem jeweiligen Attribut ref die Norm-ID zum entsprechenden Datensatz der GND bzw. von Geonames.

Das Element date zur Datierung des Sende- bzw. Empfangsvorgangs enthält entweder das Attribut when oder die Attribute notBefore und/oder notAfter. Der Wert dieser Attribute ist stets ein nach ISO 8601 codiertes Datum (JJJJ-MM-TT). Ist ein Poststempel vorhanden, dann wird hier das Datum des Poststempels eingetragen, ansonsten das durch den Briefschreiber oder die Briefschreiberin handschriftlich notierte Schreibdatum.

Codierung briefspezifischer Textstrukturen

Der gesamte Inhalt eines Briefes wird in div-Elemente gesetzt. Dabei wird zwischen den Adressangaben (Absendeadresse, Empfängeradresse), dem eigentlichen Inhalt des Briefes und handschriftlichen Beilagen unterschieden:

                    
<body>
    <div type="address">
    Adressierungen.
    </div>
    <div type="content">
    Brieftext.
    </div>
    <div type="attachment">
    Beilage.
    </div>
</body>
                    
                
Empfänger- und Senderadresse

Die in einem <div type="address">-Element stehenden Adressierungen werden – nach Sende- und Empfangsandresse separiert – in einem ab-Element mit den entsprechenden type-Werten sender oder recipient codiert. Die Adresszeilen (addrLine) selbst stehen im Element address. Die Adressen werden im Textfluss transkribiert, können also (wie meistens) ganz zu Beginn der Transkription stehen, gegebenenfalls aber auch am Ende eines Brieftextes:

                   
<div type="address">
<pb xml:id="" n="" facs=""/> <!-- Meist findet mit der Adressierung ein Seitenbeginn statt. -->
  <ab type="sender">
    <address>
       <addrLine>Adresszeile</addrLine>
       <addrLine>Adresszeile</addrLine>
       <addrLine>Adresszeile</addrLine>
    </address>
 </ab>
 <ab type="recipient">
    <address>
       <addrLine>Adresszeile</addrLine>
       <addrLine>Adresszeile</addrLine>
       <addrLine>Adresszeile</addrLine>
    </address>
  </ab> 
</div>
                   
               
Briefanfang

Datierung und Anrede durch den Briefschreiber oder die Briefschreiberin:

                    
<div type="content">                        
 <opener>
  <dateline>
    <placeName ref="http://sws.geonames.org/2756746">Domburg</placeName>
    <date when="1914-08-22">22. Aug 1914</date>
  </dateline>
  <salute>Sehr geehrter Herr Walden</salute>,
 </opener>
</div>  
                    
                

Geht der Datierung und Anrede in einem Brief ein anders definierter Text voraus, so wird dieser in einem div-Element codiert:

                    
<body>
    <div type="content">
    Text, Tabelle, Liste.
    </div>
    <div type="content">
      <opener/>
       ...
    <div>
</body>
                    
                
Haupttext

Soweit in den Briefen nachvollziehbar, werden die Absätze in die Annotation aufgenommen:

                   
<div type="content">                       
 <opener/> 
 <p>Absatz</p>
 ...
</div>                        
                                       
                
Briefschluss

Den klassischen Abschluss eines Briefes bilden eine Grußformel und die Unterschrift des Absenders oder der Absenderin:

                    
<div type="content">                       
    ...
    <closer>
        <salute>Herzlichste Grüssen von uns allen</salute>
        <signed>Ihre Jacoba van Heemskerck</signed>
    </closer>
 ...
</div>                                
                    
                
Postskriptum

Ein Postskriptum als Nachtrag zum bereits abgeschlossenen Brieftext durch den Briefschreiber oder die Briefschreiberin:

                
<div type="content">
...
 <closer/>
 <postscript>
  <label>P.S. [falls vorhanden]</label>
  <p>Nachträgliche Anmerkung.</p>
 </postscript>
</div>
                               
               

    Abteilungsübergreifende Editionsrichtlinien

    Neben den spezifischen Editionsrichtlinien der Abteilung I finden auch die übergreifenden Editionsrichtlinien Anwendung.

    Digitale Methodik

    Weitere Informationen einschließlich einer Darstellung der im Projekt verwendeten Gesamtsystematik finden sich im Begleittext zur Digitalen Methodik.