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                <title>Jacoba van Heemskerck an Herwarth Walden, 31. Januar 1915, 35, Nassau
                    Zuilensteinstraat, Den Haag</title>
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                    <persName ref="https://orcid.org/0000-0003-2423-7144">
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                        <surname>Trautmann</surname>
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                        <forename>Torsten</forename>
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                        <forename>Marjam</forename>
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                        <note>Herausgeberin</note>
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                    <ref target="http://www.adwmainz.de">Akademie der Wissenschaften und der
                        Literatur | Mainz</ref>
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                <bibl>Q.01.19150131.JVH.01, Jacoba van Heemskerck an Herwarth Walden, 31. Januar
                    1915, 35, Nassau Zuilensteinstraat, Den Haag, bearbeitet von Marjam Trautmann,
                    in: Der STURM. Digitale Quellenedition zur Geschichte der internationalen
                    Avantgarde, erarbeitet und herausgegeben von Marjam Trautmann 
                    und Torsten Schrade. Mainz, Akademie der Wissenschaften und der Literatur.</bibl>
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                        <country>DE</country>
                        <settlement>Berlin</settlement>
                        <repository>Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz,
                            Handschriftenabteilung, Sturm-Archiv I, Heemskerck, Jacoba
                            van</repository>
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                    <persName key="P.0000004" ref="http://d-nb.info/gnd/11854764X">Jacoba van
                        Heemskerck</persName>
                    <placeName key="O.0000001" ref="http://sws.geonames.org/2747373">35, Nassau
                        Zuilensteinstraat, Den Haag</placeName>
                    <date when="1915-01-31"/>
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                    <persName key="P.0000001" ref="http://d-nb.info/gnd/118770950">Herwarth
                        Walden</persName>
                    <placeName key="O.0000002" ref="http://sws.geonames.org/2950159">Potsdamerstrasse 134a, Berlin W.9.</placeName>
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                    <date when="2019-07-25" n="2"/>
                    <p>URL zur METS-Datei der Staatsbibliothek zu Berlin aktualisiert innerhalb von :xenoData und zusätzliches :xenoData mit permanenter URI zum Kalliope-Findbucheintrag.</p>
                    <p>:idno URL innerhalb von :msIdentifier durch permanente URL zum entsprechenden Datensatz der Staatsbibliothek zu Berlin gesetzt</p>
                    <p>Standardisierung der Kommentierungstiefe, keine spezifischen Erklärungen von Fremdwörtern außerhalb des Sturm-Kontextes</p>
                    <p>Normdaten (Geonames) zu Stadt Berlin korrigiert (zuvor fälschlicherweise Verweis auf "Land Berlin")</p>
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                <opener>
                    <dateline>
                        <date when="1915-01-31">31. Jan: 1915</date>. </dateline>
                    <salute>Sehr wehrter Herr <persName key="P.0000001" ref="http://d-nb.info/gnd/118770950">Walden</persName>,</salute>
                </opener>
                <p>Ihr Brief <date when="1915-01-30">gestern abend</date> erhalten will ich gleich
                    beantworten Da Sie empfehlen dasz ich in <date when="1915-03">März</date>
                    ausstelle so werde ich dasz natürlich gern thun.<note>Im März 1915 fand in der
                        STURM-Galerie die 31. STURM-Ausstellung mit Werken Jacoba van Heemskercks
                        statt. Vgl. Enders, Rainer: Ausstellungskataloge der STURM-Galerie. URL:
                            <ref target="https://www.arthistoricum.net/themen/portale/sturm/ausstellungskataloge/">https://www.arthistoricum.net/themen/portale/sturm/ausstellungskataloge/</ref>
                        (Aufruf 06.04.2017).</note> So gegen <date when="1915-02-09">9</date> oder
                        <date when="1915-02-10">10. Februar</date> schicke ich dann 17. Gemälde und
                    20. Zeichnungen, ich schicke mit <foreign>grande Vitesse</foreign> und ich denke<pb xml:id="S.53v" n="53v" facs="http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000D96300000002"/> dasz
                    alles dann recht zeitig eintreffen wird. Da die Ausstellung doch <date when="1915-03">Anfang März</date> öffnet und man jetzt nicht so sicher ist
                    mit dem Transport so ist es doch jedenfalls besser dasz Sie alles etwas früher
                    empfangen. Ich bin sehr gespannt wie Ihnen meine letzten Arbeiten gefallen
                    werden. Im Sommer sagte Sie dasz Sie besser fanden eine Ausstellung allein von
                    meine Arbeiten zu machen und nicht mit zwei andere zusammen wie letztes Jahr.
                    Ich denke dasz 37. Stück Gemälde und<pb xml:id="S.54r" n="54r" facs="http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000D96300000003"/>
                    Zeichnungen genügen, da 2 grosse Gemälde dabei sind. Wollen Sie eine liste für
                    den Catalog haben? Wie verabredet nummerieren wir einfach, ich habe die Photo’s
                    hier auch nummeriert so wenn etwas verkauft wird, kann ich gleich sehen welche
                    Composition es ist. Ich dachte wenn ich Ihnen das Anzahl schreibe dasz dann eine
                    Liste nicht nötig ist. Preis und alles arrangieren Sie bitte Sie sind ganz frei
                    und Sie haben mein volles Vertrauen. Bitte schicken Sie bald Sturm
                        Zettel<note>Der Begriff „Sturmzettel“ ist in der Literatur nicht belegt. Van
                        Heemskerck spricht in ihrem <ref target="Q.01.19141016.JVH.01">Brief</ref>
                        an Walden vom 16. Oktober 1914 (Bl.29-30) davon, dass sie ihm mit Zetteln
                        nummerierte Bilder schicken wolle: „die Bilder werde ich dann auch mit die
                        Zettel vom Sturm nummerieren [...].“ In den folgenden Briefen ist dann von
                        „Sturmzetteln“ die Rede. Es wird hier angenommen, dass „Sturmzettel“
                        Vorlagen des STURM-Unternehmens zur Benennung und Nummerierung von
                        Kunstwerken waren.</note> ich habe schon aber ich brauche mehrere<pb xml:id="S.54v" n="54v" facs="http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000D96300000004"/>
                    Heute eröffnet eine Ausstellung in <placeName key="O.0000011" ref="http://sws.geonames.org/2747891">Rotterdam</placeName> von <persName key="P.0000010" ref="http://d-nb.info/gnd/128866748">Le
                        Fauconnier</persName>, <persName key="P.0000031" ref="http://d-nb.info/gnd/118583441">Mondrian</persName> und <persName key="P.0000032" ref="P.0000032">Alma</persName>, man hat mir nicht einladen
                    wollen wegen der Sturm es ist wirklich zu schön, <persName key="P.0000012" ref="http://d-nb.info/gnd/1077780265">Kikkert</persName>, <persName key="P.0000010" ref="http://d-nb.info/gnd/128866748">Le
                        Fauconnier</persName> und die andern sind wütend und dabei natürlich auch
                    ganz für die Franzosen. wirklich zu dumm, all die Eifer sucht. Ich gehe nach
                        <placeName key="O.0000011" ref="http://sws.geonames.org/2747891">Rotterdam</placeName> und schreibe Ihnen dann über die Ausstellung
                        <persName key="P.0000010" ref="http://d-nb.info/gnd/128866748">Le
                        Fauconnier</persName> musz schreckliche Sachen gemacht haben in <placeName key="O.0000005" ref="http://sws.geonames.org/2744011">Zeeland</placeName>
                    Bauernmädchen ganz in Kubus. Prachtvoll wenn Sie in <placeName key="O.0000003" ref="http://sws.geonames.org/2750405">Holland</placeName> komme, dann sehen
                    Sie auch die Sammlung von Frl <persName key="P.0000008" ref="http://d-nb.info/gnd/136128289">Tak</persName> an, sie will später auch
                    bei Ihnen neue Kunst kaufen, die <persName key="P.0000033" ref="http://d-nb.info/gnd/118969161">Filla</persName> ist ein Ihrer beste
                    Gemälde. Für unsere Kunst ist der Krieg auch schrecklich man hat auch nicht so
                    viel Geld zum kaufen, obwohl man hier in <placeName key="O.0000003" ref="http://sws.geonames.org/2750405">Holland</placeName> doch so ziemlich
                    gut weiter geht. Es ist sehr gut<pb xml:id="S.53r.02" n="53r" facs="http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000D96300000001"/> dasz
                    ich das Geld für das Gemälde etwas später bekomme. Was gibt es doch so in unsere
                    Richtung noch wenig recht gute Maler alle die hier in <placeName key="O.0000003" ref="http://sws.geonames.org/2750405">Holland</placeName> ausstellen und in
                        <placeName key="O.0000010" ref="http://sws.geonames.org/2988507">Paris</placeName> arbeiten wie diejenige jetzt in <placeName key="O.0000011" ref="http://sws.geonames.org/2747891">Rotterdam</placeName>
                    dasz ist doch nicht wirklich schön wie viel und viel schöner sind dann <persName key="P.0000003" ref="http://d-nb.info/gnd/11857745X">Marc</persName>,
                        <persName key="P.0000033" ref="http://d-nb.info/gnd/118969161">Filla</persName> <persName key="P.0000009" ref="http://d-nb.info/gnd/118559737">Kandinsky</persName> und alle diejenige
                    die Sie für Ausstellungen einladen.</p>
                <closer>
                    <salute>Viele herzliche Grüssen für Sie beiden</salute>
                    <signed>Ihre <persName key="P.0000004" ref="http://d-nb.info/gnd/11854764X">Jaco<hi rend="twice-underline">bavHeemskerck</hi>
                        </persName>
                    </signed>
                </closer>
                <postscript>
                    <p>Sie lassen mir dann bitte die Zettel schicken die 50 Pf für das <term type="book" key="W.0000066" ref="http://d-nb.info/578835940" source="https://doi.org/10.11588/diglit.27084">Buch</term>
                        <note>Behne,
                            Adolf: Zur Neuen Kunst. Berlin 1915.</note> schicke ich Ihnen im März
                        zusammen mit die 20. M für das Verein für Kunst, dasz ist einfacher.<pb xml:id="S.55r" n="55r" facs="http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000D96300000005"/>
                    </p>
                    <p>Beim Überlesen will ich Ihnen noch eben sagen bei was ich oben von <placeName key="O.0000011" ref="http://sws.geonames.org/2747891">Rotterdam</placeName> geschrieben habe dasz eben wenn ich eine
                        Einladung für die Ausstellung bekomme hätte, ich dann wie immer sagen will
                        dasz man wegen meine Ausstellungen direct an Ihnen schreiben musz da Sie
                        alles für mich arrangieren und annehme oder ablehne wie Ihnen dasz am besten
                        vorkommt und dasz Sie auch meine Gemälde hinschicken. So wenn es vorkommt
                        dasz man Ihnen sagt dasz ich irgendwo ausstelle dann ist dasz nicht wahr.
                        Glauben Sie auch nicht dasz es viel besser ist dasz ich nicht mehr im Sommer
                        in <placeName key="O.0000004" ref="http://sws.geonames.org/2756746">Domburg</placeName> ausstelle Bitte sagen Sie immer ganz offen was Sie
                        am besten finden Die <foreign>Indépendants</foreign> hier in <placeName key="O.0000009" ref="http://sws.geonames.org/2759794">Amsterdam</placeName> in <date when="1914-12">December</date> musz
                        schrecklich gewesen sein <persName key="P.0000010" ref="http://d-nb.info/gnd/128866748">Le Fauconnier</persName> hat dort
                        auch ausgestellt<pb xml:id="S.55v" n="55v" facs="http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000D96300000006"/>
                        So gegen <date when="1915-02-20">20. Februar</date> schicke ich die
                        Holzschnitte für die Mappe. Viele Grüsse <persName key="P.0000004" ref="http://d-nb.info/gnd/11854764X">
                            <hi rend="twice-underline">JvH</hi>
                        </persName>
                    </p>
                    <p>Ich habe kein Geld in <date when="1915-03">März</date> nach <placeName key="O.0000002" ref="http://sws.geonames.org/2950159">Berlin</placeName>
                        zu kommen aber ich hoffe später in Friedenszeit dann mehrere Mahlen kommen
                        zu können Man ist mit alles noch so unbestimmt in diese Zeiten und das
                        wenige Geld das ich verdiene ist glaube ich besser zu bewahren.</p>
                </postscript>
            </div>
        </body>
    </text>
</TEI>