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                <title>Jacoba van Heemskerck an Herwarth Walden, 30. Juli 1914, Loverendale, Domburg</title>
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                        This file is licensed under the terms of the Creative-Commons-License CC BY 4.0
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                <bibl>Q.01.19140730.JVH.01, Jacoba van Heemskerck an Herwarth Walden, 30. Juli 1914, Loverendale, Domburg, 
                    bearbeitet von Marjam Trautmann, in: Der STURM. Digitale Quellenedition zur Geschichte der internationalen 
                    Avantgarde, erarbeitet und herausgegeben von Marjam Trautmann und Torsten Schrade. 
                    Mainz, Akademie der Wissenschaften und der Literatur.
                    </bibl>
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                    <date when="2019-07-25" n="2"/>
                    <p>URL zur METS-Datei der Staatsbibliothek zu Berlin aktualisiert innerhalb von :xenoData und zusätzliches :xenoData mit permanenter URI zum Kalliope-Findbucheintrag.</p>
                    <p>:idno URL innerhalb von :msIdentifier durch permanente URL zum entsprechenden Datensatz der Staatsbibliothek zu Berlin gesetzt</p>
                    <p>Standardisierung der Kommentierungstiefe, keine spezifischen Erklärungen von Fremdwörtern außerhalb des Sturm-Kontextes</p>
                    <p>Normdaten (Geonames) zu Stadt Berlin korrigiert (zuvor fälschlicherweise Verweis auf "Land Berlin")</p>
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                            <hi rend="underline">30. Juli 1914.</hi>
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                    <salute>Geehrter Herr <persName key="P.0000001" ref="http://d-nb.info/gnd/118770950">Walden</persName>
                    </salute>
                </opener>
                <p>Vielen Dank für Ihren Brief
            machen Sie mit Herr <persName key="P.0000014" ref="http://d-nb.info/gnd/141343133">Beffie</persName> was Sie wollen, er kam im Atelier wo
            alle Bilder umher standen wie Sie wissen. Er war allein, ich sah dasz er erstaunt war
            aber es war ihm gesagt meine Kunst war gar nichts dasz fühlte ich. Das verkaufte Bild
            fand er am schönsten vielleicht sagte er es mir da er es nicht kaufen konnte. Er ist
            sehr lange geblieben<pb xml:id="S.16v" n="16v" facs="http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000D94D00000002"/> und sagte weiter, Ihr Kunst ist ganz anders dann <persName key="P.0000010" ref="http://d-nb.info/gnd/128866748">LeFauconnier</persName>, ich liebe sehr die
            Bilder von <persName key="P.0000010" ref="http://d-nb.info/gnd/128866748">LeFauconnier</persName> wissen
            Sie, und ich sammle immer von ihm. Ich habe gesagt ich werde Herr <persName key="P.0000001" ref="http://d-nb.info/gnd/118770950">Walden</persName> schreiben dasz Sie hier waren
            und dasz Sie das verkaufte Bild am schönsten finde, er wird sicher sehr bedauern Ihnen
            nicht gesehen zu haben er arrangiert al meine Ausstellungen und ich schicke ihm immer
            meine fertigen Bilder er ist der einzige Mann die man ganz vertrauen kann. Die meiste
            Künstler vertrau ich gar nicht, die finden es besser dasz eine Frau nicht weiter kommt.
            (dasz kann<pb xml:id="S.17r" n="17r" facs="http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000D94D00000003"/> er weiter sagen dachte ich mir). Jetzt wissen Sie alles, wollen Sie ihm
            schreiben dasz ich Ihnen geschrieben habe und ihm sagen dass Sie meine Kunst gern haben
            etc: oder ist es besser im später zu sprechen wenn Sie nach <placeName key="O.0000003" ref="http://sws.geonames.org/2750405">Holland</placeName> komme. Sie machen
            was Sie am besten finden. Bestimmt wird aber Ihr Brief durch <persName key="P.0000010" ref="http://d-nb.info/gnd/128866748">LeFauconnier</persName> und andere gelesen dasz
            macht mir aber g<hi rend="underline">ar</hi> ni<hi rend="underline">ch</hi>ts. Die Holzschnitte sind über ein paar Tagen fertig, man sagt
            hier aber dasz es besser ist einige Tagen zu warten um eingeschriben Sachen zu schicken.
            Heute waren sehr traurige Nachrichten in der Zeitung für unsere Kunst ist der Krieg auch
            so schrecklich und ich fürchte dasz es Krieg geben will.<pb xml:id="S.17v" n="17v" facs="http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000D94D00000004"/> Hier in <placeName key="O.0000004" ref="http://sws.geonames.org/2756746">Domburg</placeName> weisz man so
            wenig, bitte schreiben Sie wenn Sie Zeit haben eine Karte ob ich die Holzschnitten ruhig
            schicken kann eingeschrieben Drucksache, und die Holzblöcke als Postpacket. Wir haben es
            doch so schön gefunden Sie beiden hier zu haben hoffentlich kommen Sie wieder, der
            <persName key="P.0000017" ref="P.0000017">Bürgermeister</persName> wird sich dann auch so freuen. Ich hatte nie gedacht es soll ein groszen
            Krieg geben für alle Industrie und Kunst ist es auch so schrecklich. Schade dasz die
            Sozialisten nicht so viel macht haben dasz die Leute nicht streiten wollen wenn es so
            weit kommt kann es kein Krieg mehr geben dasz wird aber noch dauern. Waren Sie noch bei
               <persName key="P.0000003" ref="http://d-nb.info/gnd/11857745X">Mark</persName>? Hat <persName key="P.0000009" ref="http://d-nb.info/gnd/118559737">Kandinsky</persName> viel gearbeitet?</p>
            <closer>
                    <salute>Mit
            herzlichsten Grüssen für Sie beiden</salute> <signed>Ihre <persName key="P.0000004" ref="http://d-nb.info/gnd/11854764X">Jacoba van<hi rend="underline">Heemskerck</hi>
                        </persName>
                    </signed>
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                    <p>Sind Sie jetzt ganz ausgeruht und gehen die
            Kopfschmerzen von Ihre <persName key="P.0000002" ref="http://d-nb.info/gnd/118891456">Frau</persName>
                  besser?</p>
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