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                <title>Jacoba van Heemskerck an Herwarth Walden, 22. März 1914, Den Haag</title>
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                    <persName ref="https://orcid.org/0000-0003-2423-7144">
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                        <note>Herausgeberin</note>
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                        This file is licensed under the terms of the Creative-Commons-License CC BY 4.0
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                <bibl>Q.01.19140322.JVH.01, Jacoba van Heemskerck an Herwarth Walden, 22. März 1914, Den Haag, 
                    bearbeitet von Marjam Trautmann, in: Der STURM. Digitale Quellenedition zur Geschichte der internationalen 
                    Avantgarde, erarbeitet und herausgegeben von Marjam Trautmann und Torsten Schrade. 
                    Mainz, Akademie der Wissenschaften und der Literatur.
                    </bibl>
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                        <repository>Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Handschriftenabteilung, Sturm-Archiv I, Heemskerck, Jacoba van</repository>
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                    <placeName key="O.0000001" ref="http://sws.geonames.org/2747373">35, Nassau Zuilensteinstraat, Den Haag</placeName>
                    <date when="1914-03-22"/>              
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                    <persName key="P.0000001" ref="http://d-nb.info/gnd/118770950">Herwarth Walden</persName>
                    <placeName key="O.0000002" ref="http://sws.geonames.org/2950159">Potsdamerstrasse 134a, Berlin W.9.</placeName>                  
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                    <date when="2019-07-25" n="2"/>
                    <p>URL zur METS-Datei der Staatsbibliothek zu Berlin aktualisiert innerhalb von :xenoData und zusätzliches :xenoData mit permanenter URI zum Kalliope-Findbucheintrag.</p>
                    <p>:idno URL innerhalb von :msIdentifier durch permanente URL zum entsprechenden Datensatz der Staatsbibliothek zu Berlin gesetzt</p>
                    <p>Standardisierung der Kommentierungstiefe, keine spezifischen Erklärungen von Fremdwörtern außerhalb des Sturm-Kontextes</p>
                    <p>Normdaten (Geonames) zu Stadt Berlin korrigiert (zuvor fälschlicherweise Verweis auf "Land Berlin")</p>
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                        <date when="1914-03-22">22<hi rend="underline">. März 1914</hi>
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                    <salute>Sehr geehrter Herr <persName key="P.0000001" ref="http://d-nb.info/gnd/118770950">Walden</persName>
                    </salute>
                </opener> 
                <p>Jetzt wieder zu hause, komme
            ich Ihnen und Ihre liebe <persName key="P.0000002" ref="http://d-nb.info/gnd/118891456">Frau</persName> noch mals herzlich danken für alle Freundlichkeit Dasz Sie
            sich so für meine Kunst interessieren hat mein Selbstvertrauen viel groszer gemacht ich
            habe jetzt so viel mehr dann zu vor die Idee dasz ruhig weiter arbeiten ohne
            zu achten auf alle nicht modernen dasz einzige ist um endlich unsere Idealen
            immer näher zu treten. Jetzt arbeite ich<pb xml:id="S.1v" n="1v" facs="http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000D94400000002"/> wieder viel, und hoffe grosze Gemälde für Ihre
            Ausstellungen fertig zu haben, bis ich dazu komme, habe ich aber immer zu überdenken und
            Skizzen zu machen. Ich lache immer wenn man denkt dasz wir modernen uns nicht so viel
            Mühe geben. Die abend bei Ihnen hat mich auch so viel Vergnügen gegeben, ich hatte so
            viele neue Eindrucken zu verarbeiten und wollte die verschiedene interessanten
            Personen kennen lernen, vielleicht war ich abgezogen, dasz ist aber die Ursache, ich
            hoffe sehr oft zu Ihnen kommen zu dürfen und alle Leute die für uns Streben fühlen<pb xml:id="S.2r" n="2r" facs="http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000D94400000003"/>
            kennen zu lernen. Ich wohne allein mit eine um viele Jahren ältere <persName key="P.0000005" ref="P.0000005">Schwester</persName>, alle meine
            Geschwister sind viel älter. Meine ältern sind schon lange Jahren gestorben. Mein <persName key="P.0000006" ref="http://d-nb.info/gnd/132815273">Vater</persName>
            war ein Mahler so aus die Jahren <date from="1870" to="1890">70-90</date>. und war sehr gegen alle moderne Strömungen,
            meine familie hat ganz die selbe Ideen So sehen Sie dasz auch zu hause ich nie uber
            meine Interessen reden kann. Meine <persName key="P.0000008" ref="http://d-nb.info/gnd/136128289">Freundin</persName> bedauert so dasz Sie ganz vergessen hat
            Ihnen zu fragen ob Sie und Ihre <persName key="P.0000002" ref="http://d-nb.info/gnd/118891456">Frau</persName>, ihr das Vergnügen thun wollen wann Sie diesen Sommer
            vielleicht nach <placeName key="O.0000003" ref="http://sws.geonames.org/2750405">Holland</placeName> kommen einige Tagen zu Ihr zu kommen in <placeName key="O.0000004" ref="http://sws.geonames.org/2756746">Domburg</placeName>. (<placeName key="O.0000005" ref="http://sws.geonames.org/2744011">Zeeland</placeName>). Sie
            wissen dasz wir im Sommer immer zusammen<pb xml:id="S.2v" n="2v" facs="http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000D94400000004"/> wohnen. Wir hoffen so dasz Sie kommen wollen
            wir zeigen Ihnen dann die ganze Gegend und Sie wohnen natürlich bei uns. Vom <date when="1914-06-10">10. Juni</date>
            bis <date when="1914-10">anfang October</date> können Sie kommen wenn Sie wollen nur bitten wir um Nachricht einige
            Tagen zuvor. Ich bin jetzt auch sehr mit Holzschnitt beschäftigt. Haben Sie schöne Tagen
            in <placeName key="O.0000010" ref="http://sws.geonames.org/2988507">Paris</placeName> gehabt, waren auf die <foreign>Indépendants</foreign> viele Gemälde mit aufgeklebt papier, glas etc. dasz sind so äusserlichkeiten die man nach
            meinem gesmack in die malerei nicht machen soll. Hierbei schicke Ich Ihnen
            ein Brief von Herr <persName key="P.0000007" ref="http://d-nb.info/gnd/117103594">Schames</persName>, die ich geschrieben habe wie wir verabredeten, ich
            fragte Ihm welche Künstler im <date when="1914-11">November ausstellten</date>. Wollen Sie so freundlich sein Ihm zu
            antworten was Sie am besten finden, und die Monat wählen. Schreiben Sie mir dann bitte
            welche Monat Sie gewählt habe. Ich glaube dasz es<pb xml:id="S.3r" n="3r" facs="http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000D94400000005"/> besser sein wird im <date when="1914-12">Dezember</date>
            auszustellen, die Frankfurter Künstler sind so un modern. Denken Sie aber dasz <date when="1914-11">November</date>
            besser is dann bin ich ganz einverstanden. Ihre Musik hat solch eine grosze Eindruck
            gemacht, unsere ansichten in Kunst gehen so ganz zusammen. Das russische Ballet war schön
            aber welch ein Unterschied mit Ihre Pantomime: Handlung und Musik sind bei Ihnen ganz
            ein. Die Russen sind sich dasz noch so sehr wenig bewusst. Sie müssen viel arbeiten,
            bedenken Sie doch dasz Sie für uns die einzige sind und das publikum musz Ihre arbeiten
            viel hören. Es is wirklich so bedeutend, dasz man<pb xml:id="S.3v" n="3v" facs="http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000D94400000005"/> die arbeiten hören musz.</p>
                
                <closer>
                    <salute>Viele
            herzliche Grüszen für Ihnen und Ihre <persName key="P.0000002" ref="http://d-nb.info/gnd/118891456">Frau</persName> 
                    auch von Fräulein <persName key="P.0000008" ref="http://d-nb.info/gnd/136128289">Tak</persName>.
                    Hochachtungsvoll</salute> <signed>Ihre
               <persName key="P.0000004" ref="http://d-nb.info/gnd/11854764X">Jaco<hi rend="twice-underline">ba vanHeemskerck</hi>
                        </persName>
                    </signed>
                </closer>
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                    <p>Im <date when="1914-04">April</date> schicke ich Ihnen einige Federzeichnungen</p>
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